Tag 6: Österreich gegen Gastgeber Bulgarien

Nach dem knappen Sieg gegen Bulgarien am Mittwoch war das österreichische U12-Nationalteam gewarnt. Das Trainerteam bereitete die Mannschaft entsprechend intensiv auf das erneute Duell mit dem Gastgeber vor.
Österreich erwischte einen perfekten Start und ging bereits im ersten Inning mit 2:0 in Führung. Als die Bulgaren erstmals zum Schlag kamen, erinnerten sich viele Zuschauer auf der Tribüne noch an das spannende und ausgeglichene Spiel der vergangenen Tage. Doch diesmal präsentierte sich die österreichische Defensive von Beginn an hochkonzentriert und ließ im ersten Inning keinen Run zu.
Den jungen Spielern war anzusehen, dass sie deutlich entspannter auftraten. Ohne großen Druck konnten sie ihr Können abrufen und bauten die Führung kontinuierlich aus. Nach dem zweiten Inning stand es bereits 5:0, nach dem dritten sogar 11:0. Alles deutete auf einen klaren Erfolg und ein Schnelles Ende hin.
Im vierten Inning kam es aber dann doch ein wenig anders. Die Gastgeber konnten dem Offensivdruck der Österreicher kaum noch etwas entgegensetzen. Nach insgesamt 14 erzielten Runs bei bases loaded erhielten die österreichischen Spieler die Vorgabe, auf Steals zu verzichten und den Ball nur noch in Richtung Pitcher zu bunten und dem Spiel ein Ende zu machen. Trotzdem gelangen noch weitere 2 Runs.
Im anschließenden Halbinning blieben die Bulgaren erneut ohne Run, wodurch die Begegnung bereits nach vier Innings mit einem deutlichen 27:0-Sieg für Österreich beendet wurde.
Auch Moritz Holl stand von Beginn an in der Line-up. Auf der 3B zeigte er eine starke Leistung, überzeugte sowohl defensiv als auch offensiv und steuerte drei Runs zum klaren Erfolg der österreichischen Nationalmannschaft bei.
Österreich beendete die U12 B-EM in Sofia Bulgarien als zweiter der Gruppe B. Somit tritt Österreich auch kommendes Jahr wieder in der B-EM an. Das russische Team war leider ein zu starker Gegner und die Chance von Kreuzspielen konnte leider aufgrund des double-round-robin Systems nicht genutzt werden.

Tag 5: Österreich souverän gegen Belarus

Auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Belarus ließ die österreichische Nationalmannschaft nichts anbrennen. Zwar erwischte das Heimteam einen etwas verhaltenen Start und konnte im ersten Inning lediglich eine 1:0-Führung herausspielen, dennoch war die Überlegenheit von Beginn an erkennbar.
Im zweiten Inning verteidigte Österreich erfolgreich ohne Gegenpunkt und nutzte zahlreiche Fehler des Gegners konsequent aus. Mit sieben Runs baute das Team seinen Vorsprung deutlich aus. Spätestens im dritten Inning fiel dann die Vorentscheidung: Mit insgesamt elf Runs stellte Österreich auf 19:1 und ließ Belarus keine Chance mehr auf eine Aufholjagd.
Auch das vierte Inning wurde von der österreichischen Defensive ohne Gegenrun abgeschlossen. Damit wurde die Partie bereits nach 3,5 Innings mit einem klaren Endstand von 19:1 beendet.
Moritz kam erneut lediglich für ein Inning als Center Fielder (CF) zum Einsatz und hatte dabei keine Möglichkeit, aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen, da kein Ball in seine Richtung gespielt wurde. Highlanders-Spieler Vinzenz hingegen stand über die gesamte Spieldauer auf dem Feld und konnte wertvolle Spielpraxis sammeln.

Tag 4: Starker Auftritt zum Auftakt der zweiten Runde

 

Am heutigen Tag stand das zweite Duell gegen Russland auf dem Programm. Für den Aufstieg in die A-Gruppe hätte Österreich einen Sieg mit mindestens zwölf Runs Vorsprung benötigt. Entsprechend motiviert und fokussiert gingen die jungen Österreicher in die Partie.
Dabei traf das Team erneut auf den starken russischen Pitcher, gegen den es bereits am Montag gespielt hatte und der in den vergangenen beiden Tagen gesperrt gewesen war. Österreich erwischte einen ausgezeichneten Start und ging dank einer starken Offensivleistung früh mit 2:0 in Führung. Gleichzeitig sorgten hervorragendes Pitching und eine konzentrierte Defensivleistung dafür, dass Russland im ersten Inning lediglich einen Run erzielen konnte.

 

Im weiteren Spielverlauf übernahmen die Russen jedoch zunehmend die Kontrolle. Mit einer starken Schlagleistung, darunter auch ein Home Run, setzten sie die österreichische Defensive unter Druck. Einige vermeidbare Fehler auf österreichischer Seite begünstigten zusätzlich den Umschwung. So endete die Begegnung im fünften Inning ohne oberösterreichische Spielbeteiligung aufgrund der Mercy Rule mit 16:6 für Russland.

 

Trotz der Niederlage konnte das österreichische Team das Feld erhobenen Hauptes verlassen. Die Mannschaft zeigte ihre bislang beste Leistung in dieser Turnierwoche und bewies eindrucksvoll, dass sie auch gegen einen starken Gegner konkurrenzfähig sein kann.

 

Besonders interessant war ein informelles Gespräch mit dem russischen Head Coach nach dem Spiel. Er berichtete, dass sein Team aus Spielern des Großraums Moskau zusammengestellt wurde und die Auswahl aus einem Pool von rund 500 Nachwuchsspielern erfolgte. Dies verdeutlicht die unterschiedlichen Voraussetzungen im internationalen Vergleich und die deutlich größere Basis an Talenten.

 

Beeindruckend war zudem die mentale Stärke der russischen Spieler. Selbst kleine Fehler wurden sofort abgehakt, ohne dass Zweifel am eigenen Können erkennbar waren. Diese professionelle Einstellung und mentale Widerstandsfähigkeit waren während des gesamten Spiels deutlich sichtbar und trugen wesentlich zum Erfolg des russischen Teams bei.

 

Tag 3: Österreich bezwingt Gastgeber Bulgarien in einem spannenden Finish

Der dritte Turniertag stand ganz unter dem Motto: „Meist kommt es anders, als man denkt.“ Nach den Leistungen der bulgarischen Gastgeber in den ersten beiden Spielen galt Österreich als klarer Favorit. Doch die Partie entwickelte sich deutlich spannender als erwartet.
Vor allem die Leistungen der bulgarischen Pitcher und Catcher waren im Vergleich zu den Vortagen deutlich verbessert. Dadurch tat sich das österreichische Team zunächst schwer, ins Spiel zu finden. Gleichzeitig überzeugten auch die österreichischen Pitcher mit einer starken Vorstellung, sodass die zahlreichen Zuschauer bis zum Bottom des vierten Innings auf die ersten Punkte warten mussten. Dort gelang Österreich schließlich der Durchbruch und die Führung mit zwei Runs (2:0).
Im darauffolgenden Inning zeigte Bulgarien jedoch seine stärkste Phase des Spiels. Die Gastgeber erzielten vier Runs und verteidigten anschließend souverän, sodass Österreich zunächst keine Antwort fand. Die österreichische Defensive hielt ihrerseits im ersten Halbinning des sechsten und letzten Innings dagegen und ließ keinen weiteren Run der Gastgeber zu.
Das entscheidende letzte Halbinning begann denkbar ungünstig für Österreich mit einem Strikeout. Die Spannung auf den Rängen war greifbar, und die Nerven der mitgereisten Fans lagen blank. Doch die jungen österreichischen Spieler behielten einen kühlen Kopf. Von beiden Fanlagern sowie aus den Dugouts wurden die Teams lautstark unterstützt.
Den Wendepunkt leitete schließlich der jüngste Spieler des Teams, Rhys Tummeltshammer, mit einem Solo-Homerun ein. Österreich kämpfte sich zurück und drehte das Spiel noch einmal zu seinen Gunsten. Am Ende stand ein knapper, aber verdienter 5:4-Erfolg, der zugleich den zweiten Sieg im ersten Teil des Double-Round-Robin-Turniers bedeutete.
Die Freude bei den österreichischen Spielern, Coaches und Fans war riesig. Mit großem Kampfgeist, Teamzusammenhalt und Nervenstärke konnte Österreich diese Partie für sich entscheiden und einen weiteren wichtigen Erfolg auf dem Weg durch das Turnier feiern.

 

Tag 2 B-EM: Österreich gegen Belarus 

 

Die Spieler hatten den heutigen Gegner Belarus sehr gut analysiert und sie lagen mit ihrer Einschätzung richtig: die Aufgabe scheint lösbar zu sein.
Sichtlich weniger nervös, sehr gut vorbereitet und mit einem Siegeswillen, der allen ins Gesicht geschrieben stand, ging das österreichische U12-Nationalteam aufs Feld. Nach solider Leistung in den ersten beiden Innings mit 8 Runs für Österreich wurden im dritten Inning die beiden oberösterreichischen Spieler eingewechselt. Vinzenz Ruiz-Willenpart (GH) zeigte sein Können als Pitcher, Moritz Holl (FB) überzeugte auf der 2B bei seinem Debüt in der Defense des Nationalteams. Auch in der Offense gelang Moritz ein Schlag ins Outfield, der ihm ein Double und in der Folge den ersten Run im österreichischen Nationalteam einbrachte. Das dritte Inning konnte Österreich mit starken 9 Runs beenden. Eine starke Mannschaftsleistung endete nach vier Innings mit einem klaren 20:4 Sieg für Österreich.
Aufgrund eines Verbots von elektronischen Geräten am Feld und im Dugout belegt mit einer Strafandrohung von € 1.000 können leider keine spektakulären Bilder geliefert werden. Da dies nicht für den Veranstalter gilt, ein Link zu einem Video von diesem.

 

U12 B-Europameisterschaft in Sofia: Österreich startet gegen starken Gegner

 

Der erste Tag der U12 B-Europameisterschaft in Sofia (Bulgarien) endete für das österreichische Team mit einer deutlichen 2:13-Niederlage gegen einen sehr starken Gegner aus Russland. Starke Pitching-Leistungen und eine überzeugende Offensive der Russen machten es Österreich schwer, ins Spiel zu finden.

 

Auch die beiden oberösterreichischen Spieler hatten in den sechs Innings nur wenige Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen. Moritz Holl kam als letzter Spieler noch zum At Bat, musste sich nach einem spannenden Full Count jedoch geschlagen geben und blieb ohne Hit.

 

Die Enttäuschung über die Niederlage war bei den jungen Spielern jedoch schnell verflogen. Nach der Eröffnungsfeier wurde gemeinsam analysiert und über die kommenden Gegner gesprochen. Das klare Fazit des Teams: Gegen Belarus und Gastgeber Bulgarien sind gute Chancen vorhanden, um erfolgreich anzuschreiben. Gleichzeitig möchte die Mannschaft auch im zweiten Duell mit Russland zeigen, welches Potenzial in ihr steckt.

 

Überschattet wird der Europameisterschaft – Qualifikationspool allerdings von den aktuellen politischen Spannungen. Fans dürfen keine Nationalflaggen präsentieren, lediglich in den Dugouts sind Fahnen erlaubt. Zudem sind nur sieben der ursprünglich zehn vorgesehenen Mannschaften zum Turnier angereist. Bei der Eröffnungsfeier verzichtete die Ukraine auf eine gemeinsame Teilnahme mit Russland und absolvierte stattdessen ein Training auf einem anderen Feld. Auch auf das Abspielen der Nationalhymnen wird verzichtet – stattdessen erklingt vor den Spielen und bei offiziellen Zeremonien ausschließlich die Europahymne.